Ich treffe immer wieder auf erstaunte Gesichter wenn es um das Thema „Treiben“ geht, deshalb habe ich dazu mal was für euch zusammengefasst.
Vielleicht hat der eine oder andere schon mal ein „Problem“ mit dem richtigen Treiben gehabt?
Ich fasse mal stichpunktartig zusammen, was mögliche Fehler sein könnten, wenn das Pferd sich nicht vorwärtstreiben lässt.
Deine Steigbügel sind zu lang
dadurch wären die großen Gelenke zu sehr gestreckt und können die Bewegungen deines Pferdes nicht mehr abfedern
Deine Adduktoren (innere Oberschenkelmuskulatur) sind angespannt und klemmen, dadurch kommt automatisch das Knie hoch und an den Sattel ran
Folge für das Pferd: durch den Druck von Knie und Oberschenkeln wird das Pferd eher gebremst, bewegt sich verhaltender aus der Schulter heraus, durch die hochgezogen Absätze entsteht unangenehmer Druck auf die Bauchmuskulatur des Pferdes und es wird im Bewegungsablauf gestört
Folge für den Reiter: die Fußspitzen senken sich im zu langen Steigbügel und du kommst mit der flachen Wade nicht mehr ruhig ans Pferd deshalb fängst du an, im Steigbügel zu hangeln und die Absätze ziehen sich hoch Richtung Pferdebauch
Somit blockieren Hüft-, Knie- und Sprunggelenke und ein losgelassenes Mitschwingen ist nicht mehr möglich
die Lage der Steigbügelaufhängung passt nicht zu deinen Körpermaßen
die Sitzfläche deines Sattels ist zu klein
Lösung:
Steigbügel, wenn zu lang, mindestens 1-2 Löcher verkürzen, so bekommst du eine leichte Winkelung in die großen Gelenke und ein federn und mitschwingen ist wieder möglich
Als grobes Maß sollte die Trittfläche des Steigbügels, bei herabhängendem Bein, mit dem Sprunggelenk des Reiters abschließen
Zum Treiben musst du die hintere Oberschenkelmuskulatur anspannen, diese Muskeln kannst du gut ansteuern, wenn du deine Fußspitzen einen Hauch nach außen rotieren lässt
Folge: die Knie öffnen sich leicht und die Waden sind sofort am Pferd und die Absätze können können nach unten federn !
TIPP ! ![]()
Treibe immer mit der Idee, deinem Pferd mit den Knien die Türe nach vorne zu öffnen!
So verhinderst für ein Klemmen mit Oberschenkeln und Knien und dein Pferd kann sich viel freier aus der Schulter heraus bewegen.
Probiere das mal aus und berichten dann gerne

